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Die DFB-Elf demontiert im Viertelfinale dank einer taktischen Meisterleistung auch die argentinische Nationalmannschaft und schwingt sich durch das 4:0 zum WM-Favoriten auf.
Keiner leidet so schön wie Diego Maradona, der Trainer der argentinischen Nationalmannschaft, aber dieses Mal hatte er wahrlich Grund zum Trauern. Sein Team war nicht einfach nur besiegt, es war gedemütigt worden von der deutschen Mannschaft. Thomas Müller, zweimal Miroslav Klose sowie Arne Friedrich mit seinem allerersten Länderspieltor schickten mit Argentinien die nächste große Fußballnation in ein Meer aus Tränen. Anders als beim Achtelfinalgegner England herrscht an der Klasse Argentiniens jedoch kaum ein Zweifel, weshalb die DFB-Elf in dieser Verfassung als Favorit auf den Weltmeistertitel gelten muss.
Das Spiel hatte seine Energie ja schon vor dem Spiel entfaltet, spätestens nachdem sich Bastian Schweinsteiger Hufe scharrend an der nickeligen Spielweise der Argentinier gerieben hatte. Aber dann wurde diese Energie, die sich seit dem Viertelfinale 2006 vor allem bei den damals geschlagenen Argentiniern aufgestaut hatte, von den Deutschen direkt hinein getragen in die ersten Minuten. Nein, sie wurde umgewandelt in eine Dynamik und Wucht, die selbst den kräftigen Maradona früh von seinem Sitz riss.
Lukas Podolski entlarvte Nicolas Otamendi als hüftsteifen Rechtsverteidiger; den Freistoß schnippelte Schweinsteiger auf den Kopf des Strafraumanarchisten Thomas Müller. Argentinien, offenbar noch in der Gewissheit schwelgend, die feineren Füße zu besitzen, pennte. Müllers Kopfball entblößte die argentinische Abwehr als Schwachstelle und befeuerte die deutschen Fanpartys in sommerlicher Gluthitze um ein paar weitere Grad.
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